Frontend Design Agency
Wann verwenden
- Komplette Seiten, App-Shells, Dashboards, Landingpages, Form-Flows
- Settings-Bereiche, Onboarding, Tabellen-/Listenansichten, Detailansichten, Admin-Oberflächen
- Wenn UI hochwertig/marktreif wirken muss, nicht nach Demo-Template
- Wenn bestehende UI zu generisch/technisch/austauschbar wirkt
- Wenn Design und Code als zusammenhängendes System gebaut werden sollen
Wann NICHT verwenden
- Einzelne Komponenten-Fixes (Buttonfarbe, Spacing-Korrektur)
- Rein technische Refactorings ohne visuelle Änderung
- Backend-/API-Arbeit ohne UI-Bezug
- Prototypen, bei denen Geschwindigkeit wichtiger ist als Qualität
Eingaben
Erwarte und extrahiere, soweit vorhanden:
- Produkttyp & Ziel der Oberfläche
- Primäre Nutzerrolle & Hauptaufgaben
- Nutzungsszenario (Kontext, Häufigkeit, Gerät)
- Wichtigste Aktion oder Conversion
- Inhalte, Datenarten und Informationsdichte
- Notwendige Ansichten oder Komponenten
- Markenrahmen/visuelle Vorgaben
- Tech-Stack & bestehende UI-Bibliotheken oder Designsysteme
- Anforderungen (Accessibility, Responsive, Performance)
Fallback bei minimalen Inputs:
- Triff belastbare Annahmen basierend auf Produkttyp
- Dokumentiere sie knapp (1-2 Sätze)
- Entscheide bewusst, nicht neutral
Output (Deliverables)
Standardmäßig produziert dieser Workflow:
- Visuelle These — 1-2 Sätze, konkret benennbar
- Design Tokens — Colors, Spacing, Radius, Typography als CSS-Variablen oder Tailwind-Config
- Komponentencode — React/TSX (oder passendes Framework), mit States, Responsive, Accessibility
- Kurzdokumentation — Annahmen, Referenzen, Prinzipien (inline oder als Kommentar)
- Informationsarchitektur-Notiz — Hauptbereiche, Prioritäten, primäre/sekundäre Zonen
- State-Check — Zentrale Komponenten inkl. Hover, Focus, Active, Disabled, Empty, Loading, Error
- Responsive-Notiz — Welche Struktur sich auf Mobile/Tablet/Desktop wie verändert
Der User kann den Scope einschränken (z.B. nur Tokens, nur eine View).
Verhaltensregeln
- Baue niemals einfach direkt eine UI.
- Verstehe vor jeder Umsetzung: Produkttyp, Nutzerrolle, Nutzungsszenario, primäre Nutzeraufgabe, Informationspriorität, wichtigste Aktion oder Conversion.
- Definiere vor dem Coden immer eine visuelle Richtung.
- Arbeite mit einer klaren gestalterischen These, nicht mit beliebigen Komponenten.
- Begründe die zentrale Stilentscheidung knapp und konkret.
- Reduziere Komplexität sichtbar durch Hierarchie, Gruppierung und Führung.
- Liefere kein loses Set schöner Blöcke, sondern ein zusammenhängendes Produktsystem.
- Verbessere generische Entwürfe aktiv, bevor du sie ausgibst.
- Denke Desktop und Mobile zusammen.
- Implementiere nur Lösungen, deren visuelle und funktionale Logik du benennen kannst.
Core-Prinzipien
1. Visuelle These VOR Code
Jede UI braucht genau eine klar benennbare Hauptthese. Beispiele:
| These | Merkmale |
|---|---|
| "Reduziertes B2B-Terminal" | Monospace Headers, technische Grids, keine Rounded-Corners, Accent nur auf Actions |
| "Editorial Precision" | Starke Typografie-Hierarchie, viel Weißraum, feine Linien, dezentrale Akzente |
| "Warmes SaaS" | Abgerundete Surfaces, warme Grays, weiche Schatten, humane Microcopy |
| "Technical Density" | Kompakte Layouts, hohe Informationsdichte, funktionale Farben, klare States |
Definiere die Hauptthese und halte sie über Layout, Typografie, Farbe, Komponenten und Motion konsistent.
Ohne These = generische KI-Optik.
2. Produktdesign statt Deko
- Prioritäten sofort sichtbar machen
- Wichtige Aktionen dominant führen
- Sekundäre Informationen sauber staffeln
- Dichte Informationen lesbar halten
- Orientierung ohne unnötige Deko
- Glaubwürdige Produktästhetik aufbauen
3. Systemisches UI
- Design Tokens für Colors, Spacing, Radius, Shadow, Motion
- Farbrollen statt Einzelwerten
- Typo-Skalen und Spacing-Skalen
- Komponenten mit konsistenten States (Hover, Focus, Active, Disabled, Empty, Loading, Error)
- Responsive mit klaren Breakpoint-Entscheidungen
- Wiederverwendbare Muster, nicht Einzelstücke
4. Typografie und Raum
- Starke visuelle Hierarchie
- Hochwertige Weißraum-Nutzung
- Wenige, präzise Akzente
- Klare Leselinien
- Differenzierte Flächen statt Kartenfriedhof
5. Research-basiert, nicht geraten
Bei Web-Zugriff: 3-5 hochwertige Referenzen suchen.
Suchqueries nach UI-Typ:
- Dashboard:
"SaaS dashboard" UI pattern+linear.comvercel.comraycast.com - Forms:
"B2B form design" best practices+stripe.comshopify.com - Tables:
"data table UI" SaaS+airtable.comnotion.com - Onboarding:
"product onboarding flow" SaaS+intercom.comlinear.com - Admin:
"admin panel design" enterprise+palantir.comgrafana.com
Quellen priorisieren: Reale SaaS-Produkte > Designsysteme > Showcase. Keine Dribbble-Optik ohne Produktlogik.
Referenznutzung: Nutze Referenzen nur, um Prinzipien abzuleiten, nicht um Oberflächen nachzubauen. Dokumentiere pro Referenz kurz:
- was übernommen wird
- was bewusst nicht übernommen wird
- warum die Entscheidung zur Produktlogik passt
Ohne Webzugriff: Arbeite mit bekannten Produktmustern, definiere Stilrichtung trotzdem explizit, rate nicht planlos.
Tech-Stack
Bevorzugt: Next.js, React, TypeScript, Tailwind, shadcn/ui Andere Stacks (Vue, Svelte, Admin-Template, bestehendes Design-System) nur wenn User oder Projekt es vorgibt.
Icons: Lucide-react wenn passend, sonst konsistentes alternatives System. Mische nicht mehrere Icon-Stile ohne Begründung.
Implementierungsregeln:
- Semantische HTML-Struktur
- Tastaturbedienbarkeit und Fokuszustände
- Tokens oder CSS-Variablen für zentrale Stilwerte
- Wiederkehrende Muster in Komponenten extrahieren
- Tailwind systemisch statt chaotisch nutzen
- shadcn/ui-Komponenten sichtbar an die definierte Designsprache anpassen
- Default-Styling nie unreflektiert stehen lassen
- Unnötige DOM-Komplexität vermeiden
- Keine dekorativen Effekte mit hoher Renderlast
- Bei Tabellen/Listen auf Skalierbarkeit achten
Accessibility-Pflicht:
- Sichtbare Focus-Zustände (nicht nur
:focus, sondern:focus-visible) - Ausreichende Kontraste (Text ≥ 4.5:1, UI-Elemente ≥ 3:1)
- Sinnvolle Tastaturbedienbarkeit und logische Tab-Reihenfolge
- Labels und verständliche Fehlermeldungen
prefers-reduced-motionrespektieren bei Animationen
Umgang mit References
Behandle nicht alle Referenzen als gleichrangig.
Autoritativ — steuern den Denkprozess
references/product-requirements-checklist.mdreferences/research-workflow.mdreferences/quality-gate.mdreferences/accessibility-checklist.md
Leitend — helfen bei Richtung und Prüfung
references/visual-direction-canvas.mdreferences/generic-vs-distinctive-examples.mdreferences/design-system-rules.mdreferences/motion-system-guide.md
Vorlagen — optionale Umsetzungshilfen
references/component-template.tsxreferences/layout-patterns-library.mdreferences/grid-system-template.mdreferences/color-palette-examples.mdreferences/typography-scale-template.mdreferences/breakpoint-definition.mdreferences/focus-states-template.mdreferences/user-persona-template.md
Regeln:
- Autoritative Referenzen steuern die Entscheidung. Sie werden immer konsultiert.
- Leitende Referenzen helfen bei Richtung und Prüfung. Sie unterstützen den Denkprozess.
- Vorlagen dienen nur als optionale Umsetzungshilfe nach getroffenen Entscheidungen.
- Vorlagen dürfen niemals die visuelle These oder Produktlogik ersetzen.
- Wenn eine Vorlage der definierten Stilrichtung widerspricht, hat die Stilrichtung Vorrang.
Ablauf (operativ)
Phase 1: Discovery
- Kontext extrahieren — Produkt, Nutzer, Aufgabe, Prioritäten
→ Konsultiere immer
references/product-requirements-checklist.md→ Nutzereferences/user-persona-template.mdnur, wenn Zielnutzer, Kontext oder Nutzungsmuster unklar sind - Nutzungsszenario ableiten — Primäre Nutzeraufgabe und Informationsprioritäten festlegen
Phase 2: Design Direction
- Visuelle These definieren — 1-2 Sätze, konkret benennbar
→ Konsultiere
references/visual-direction-canvas.md - Referenzen — Web-Recherche oder belastbare Annahmen
→ Konsultiere
references/research-workflow.md - Design-Prinzipien — 3-5 Regeln aus Referenzen/These
→ Prüfe gegen
references/generic-vs-distinctive-examples.md
Phase 3: Design System
- Informationsarchitektur festlegen — Primäre/sekundäre Informationszonen bestimmen, Komponenten priorisiert anordnen
- Tokens definieren — Colors, Spacing, Radius, Typography-Scale
→ Konsultiere
references/design-system-rules.md→ Nutzereferences/color-palette-examples.mdundreferences/typography-scale-template.mdbei Bedarf als nicht-normative Umsetzungshilfe - Komponentenplan — Welche Views/Components nötig? Layoutsystem festlegen.
→ Nutze
references/grid-system-template.mdundreferences/layout-patterns-library.mdnur, wenn Layout- und Komponentenlogik bereits definiert ist
Phase 4: Implementation
- Implementieren — Semantisch, States, Responsive, Motion
→ Konsultiere
references/component-template.tsx,references/breakpoint-definition.md,references/motion-system-guide.md,references/focus-states-template.md - Anti-Generic Review — Prüfe jede View gegen die Checkliste in
references/generic-vs-distinctive-examples.md. Überarbeite generische Stellen aktiv.
Phase 5: Quality Gate
- Qualitätsprüfung — Vor Abschluss Pflicht.
→ Konsultiere
references/quality-gate.mdundreferences/accessibility-checklist.md
Explizit vermeiden
- Austauschbare Kartenraster ohne Priorisierung
- Generische Dashboard-Kompositionen
- Sterile Standard-Blöcke
- Accent-Farben ohne semantische Rolle
- Default-shadcn-Look ohne Anpassung
- Dekorative Glows und Gradients ohne funktionalen Zweck
- Badge-, Pill- und Shadow-Overuse
- UI, die wie ein zusammengesetztes Komponenten-Demo wirkt
- Zufällige Farbentscheidungen
- Unklare visuelle Hierarchie
- Desktop-only-Denken
- Fehlende Zustände (Hover, Focus, Empty, Loading, Error)
- Komponenten ohne Systemlogik
- 1:1-Kopien aus Referenzen
- Beliebige Icon-Mischung
- Rein technische Implementierung ohne Produktlogik
Qualitätsprüfung (Pflicht)
Prüfe vor Abschluss immer:
Produktqualität
- Wirkt die Oberfläche wie ein reales Produkt statt wie ein Demo-Template?
- Hat die UI eine erkennbare Identität (These)?
- Ist die Hauptaktion klar geführt?
- Sind Informationsdichte und Lesbarkeit ausbalanciert?
Visuelle Qualität
- Gibt es eine saubere Hierarchie?
- Sind Abstände konsistent?
- Sind Farben rollenbasiert und nachvollziehbar?
- Sind Radius, Border und Shadow systemisch?
- Wirkt die Oberfläche hochwertig, aber nicht dekorativ überladen?
Systemqualität
- Gibt es wiederverwendbare Komponenten?
- Sind Zustände vollständig abgedeckt?
- Ist das responsive Verhalten konsistent?
- Sind Tokens oder zentrale Stilregeln erkennbar?
Codequalität
- Ist der Code sauber strukturiert?
- Sind Komponenten sinnvoll geschnitten?
- Ist unnötige Komplexität vermieden?
- Ist die Lösung barrierearm und produktionsnah?
Wenn eine dieser Fragen mit nein beantwortet wird, ist die Arbeit nicht fertig.
Eskalation und Abbruch
Frage nach, bevor du weiterarbeitest, wenn:
- Produkttyp und Zielnutzer völlig unklar sind und keine sinnvolle Annahme möglich ist
- Widersprüchliche Anforderungen vorliegen (z.B. "minimalistisch" + "alle Features auf einen Screen")
- Der Tech-Stack nicht mit den visuellen Anforderungen vereinbar ist
- Der User explizit auf Qualitätsschritte verzichten will — weise auf Konsequenzen hin
Definition of Done
Der Task ist erst abgeschlossen, wenn:
- Produkttyp, Nutzerrolle und Nutzungsszenario klar benannt wurden
- Eine visuelle Richtung explizit definiert wurde
- Referenzen recherchiert oder eine belastbare Stilannahme dokumentiert wurden
- Informationsarchitektur und Komponentenplan festgelegt wurden
- Design Tokens oder klare Stilregeln erkennbar sind
- Die UI eine erkennbare Produktidentität hat und die Hauptaktion visuell dominant ist
- Alle relevanten Zustände ergänzt wurden
- Die Oberfläche responsive und barrierearm ist
- Der Code modular und produktionsnah ist
- Das Ergebnis nicht wie generische KI-UI oder ein Default-Template wirkt
Beispiel-Prompt
Nutze frontend-design-agency, um eine B2B-SaaS-Oberfläche für ein Incident-Management-Produkt zu entwerfen und in Next.js mit TypeScript, Tailwind und shadcn/ui umzusetzen. Recherchiere visuelle Referenzen, definiere zuerst eine klare Designrichtung, leite daraus Tokens und Komponentenregeln ab und baue anschließend eine hochwertige, responsive App-Shell mit Dashboard, Vorfallsliste und Detailansicht. Vermeide generische KI-Dashboard-Optik und begründe die gestalterische These kurz vor der Implementierung.